1. Der Kampf zwischen zwei Naturen in uns selbst
Im Römerbrief beschreibt der Apostel Paulus genau die innere Zerrissenheit, von der das Gedicht handelt: „Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ — Römerbrief 7,19
Paulus führt dazu weiter aus, dass er nach dem inneren Menschen zwar Freude an Gottes Gesetz hat, aber in seinen Gliedern ein anderes Gesetz sieht, das gegen das Gesetz seiner Vernunft kämpft (Römer 7,22-23).
2. Was du fütterst, das dominiert
Die Aussage des Gedichts („Das, was ich füttere, wird dominieren“) spiegelt sich in den Ermahnungen des Paulus im Galaterbrief wider. Es geht darum, welcher Natur wir in unserem Leben Raum geben:
„Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.“ — Galater 5,17
„Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.“ — Galater 6,8
3. Die Lösung für den Konflikt
Nach dem Neuen Testament wird dieser Kampf nicht allein durch eigene Willenskraft gewonnen, sondern indem man sich vom Geist Gottes leiten lässt:
„So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“ — Römerbrief 8,1-2